Silvrettarun

Bei der vierten Auflage des Silvrettarun 3000 in Österreich sorgten 360 Bergläufer für einen neuen Teilnehmerrekord. Zudem bescherte das Bilderbuchwetter herrliche Bergpanoramen für die Athleten und Zuschauer.
Drei Strecken die durch die beeindruckende Berglandschaft des Tiroler Paznaun führten, standen den konditionsstarken Athleten zur Auswahl: Small (11 km – 224 Höhenmeter) – Medium (28,6 km – 1530 Höhenmeter) und Hard (43,4 km – 1821 Höhenmeter). Unter den zahlreichen deutschen Teilnehmern war auch ein Trio aus der Region Kulmbach am Start.

Susanne Schubert (LG Ludwigschorgast) stellte sich überhaupt zum ersten Mal der großen Herausforderung, einen Berglauf im Hochgebirge zu absolvieren. Das etwas flaue Gefühl im Magen war ihr vor dem Start schon anzumerken. Die Distanz von 28,6 Kilometern mit 1530 Meter Anstiegsleistung sind für einen Neuling kein Pappenstiel. Von Ischgl (1377 Meter Meereshöhe) führte die Strecke steil hinauf über das 2688 Meter hohe Ritzenjoch und dann bergab zum höchstgelegenen Ort des Paznauntales, Galtür (1584 Meter Meereshöhe). Doch die 34-jährige Sportlerin meisterte ihre Berglaufpremiere mit großer Bravour und überquerte als zweitbeste Deutsche nach 4:16.30 Stunden das Ziel in Galtür, was ihr auch den respektablen 5. Platz in der Altersklasse U 40 einbrachte. Die sympathische Sportlerin hatte sich ihren Lauf gut eingeteilt und meinte überglücklich im Ziel, „der starke Gegenwind auf dem letzten Kilometer hat mir am meisten zu schaffen gemacht“.

 

Markus Neumeister (SGB Stadtsteinach) und Michael Kraus (LG Ludwigschorgast) sind schon erfahrene Hasen und nahmen sich die Königsetappe über 43,4 Kilometer vor. Der Streckenverlauf war bis zur Heidelberger Hütte (2264 Meter Meereshöhe) identisch mit der Medium-Route. Die Langdistanz führte aber dann weiter über das 2974 Meter hohe Kronenjoch. Bergab ging es durch das Jamtal und ebenfalls zum Ziel nach Galtür.
Die beiden „Oldies“, Neumeister und Kraus, schlugen sich zunächst recht achtbar im Vorderfeld der Bergläufer. Nachdem der Kulminationspunkt nach etwa 19 Kilometern überwunden war, ging es in der Falllinie des Gipfels äußerst steil bergab. Auf einer flacheren Passage knickte Michael Kraus mit dem Fuß um, stürzte und zog sich eine Kopfverletzung zu. Somit war das Rennen für den Ludwigschorgaster nach etwa 22 Kilometern auf 2400 Meter Meereshöhe beendet. Neumeister, der zunächst noch seinen Lauffreund Kraus bis zum nächsten Sanitätsposten begleitete, lief immerhin noch als Siebter der Altersklasse U 60 nach 5:34.31 Stunden ins Ziel.

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