"Im Ziel raubt dir der Blick

auf den schönsten Berg der Welt den Atem"

 

Der Zermatt-Marathon ist ein besonderes Berglauferlebnis. Zum einen ist der Streckenverlauf eine knallharte Herausforderung für jeden Bergläufer und zum anderen ist die tolle Atmosphäre und die fantastische Landschaft einfach überwältigend. Unter den Berglaufexperten wird der Zermatt-Marathon, die Strecke ist übrigens amtlich vermessen, als einer der schwierigsten Bergläufe in Europa eingestuft (Schwieriger als z.B. Alpin-Marathon Lichtenstein oder Jungfrau-Marathon).

Da ich schon immer mal die Region um Zermatt kennen lernen wollte, bot sich der Zermatt-Marathon ja förmlich an. Für dieses Abenteuer konnte ich auch noch Hermann Röder und Markus Neumeister überzeugen. Und so machten wir uns, natürlich entsprechend gut vorbereitet, auf den Weg.....

 

Vor dem Start waren wir noch gut drauf: Markus (links) Hermann (rechts) und ich. Wollt ihr wissen wie's uns danach ging? Neugierig? Dann klickt auf das Bild!

 

In Täsch schlugen wir für drei Nächte unsere Zelte auf. Schön gelegen liegt der Campingplatz am Ortsausgang Richtung Zermatt, mit Blick auf das Breithorn (4164 m).

 

Den Tag vor dem Marathon nutzten wir für einen Bummel durch Zermatt und zum Gornergrat. Natürlich nahmen wir auch einen Teil der Strecke in Augenschein.

Von Täsch aus ist Zermatt nur mit der Bahn erreichbar. Im Startgeld inbegriffen ist für zwei Tage die Bahnfahrt im ganzen Tal und die Fahrt mit der Gornergratbahn. Schon allein dafür hat sich das Startgeld rentiert. Als Nachmelder muss man rund 77 Euro bezahlen.

Die Bahnstation in Täsch ist in etwa fünf Minuten vom Campingplatz aus erreichbar.

In Zermatt wurden schon die Vorbereitungen getroffen. Hier war Halbzeit. Im Zelt nebenan fand die obligatorische Nudelparty statt.

Der Weltkurort Zermatt (ca. 5500 Einwohner) und sein Wahrzeichen, das Matterhorn, ziehen die Menschen seit der Erstbesteigung des Matterhorns durch Edward Whymper im Jahre 1865 förmlich an. Rund 1,5 Mio. Übernachtungen werden jährlich registriert. 38 der insgesamt 54 Viertausender der Schweiz liegen rund um Zermatt und machen den Ort zum Bergsteigermekka schlechthin.

Die Vorratskammern sind auf Steinplatten gestellt. Dadurch wird das Eindringen von Mäusen verhindert.

"Der Berg der Berge", das Matterhorn (4478 m)

In Zermatt ist kein Kfz.-Verkehr erlaubt!

Mit der Gornergratbahn hinauf zum Gornergrat und die herrliche Bergwelt genießen ....

 

Da laufen wir morgen ins Ziel!?

Hier ist schon alles bestens vorbereitet.

 

Der Lauf am 04.07.2009

Nach dem Frühstück treffen wir die letzten Vorbereitungen.

"Irgendwo drückt der Schuh"!

"Lauft ihr auch in kurz"?

 

Auf dem Weg zur Bahnstation schnell nochmal für "kleine Jungs" ...

Etwa 20 Minuten dauert die Bahnfahrt zum Startort St. Niklaus (1085 m ü. M.).

Hier ist schon die Party in vollem Gange....

Markus und der "Besenwagen"....

Gleich nach dem Start führt die Strecke stetig bergan. Hier sind die Wege noch gut zu laufen.

Nach knapp fünf Kilometern wird der erste Verpflegungspunkt erreicht. Die Verpflegungspunkte lassen keine Wünsche offen. Es gibt alles, was das Läuferherz begehrt.

Gelegentlich wird's auch mal flach.

Vor Randa führt die Strecke direkt an den gewaltigen Schuttmassen der zwei Bergstürze vom Frühjahr 1991 vorbei. Rund 10 Millionen Kubikmeter Fels donnerten damals zu Tale.

Landschaft und Strecke ist abwechslungsreich

In den urigen Walliser Dörfern ist Partystimmung.

Nach dem Tunnel werden die Wege ruppiger und somit auch anspruchsvoller. Ein Vorgeschmack auf das was uns noch erwarten wird!

Zermatt ist bald erreicht! Etwa 500 Höhenmeter haben wir bereits bewältigt.

Nur fliegen ist schöner!

In Zermatt werden wir von einem überwältigendem Zuschauerspalier erwartet.

 

Am Ortsausgang dürfen wir noch eine Runde laufen mit Matterhornblick.

Wir verlassen Zermatt. Jetzt geht's an Eingemachte. Etwa 1500 Höhenmeter erwarten uns noch bis ins Ziel.

Steil und lang sind die Anstiege ....

... und man freut sich auf den nächsten Verpflegungspunkt der hoffentlich bald kommt.

"Laufen bis es nicht mehr geht, dann gehen bis es wieder läuft"

Die Luft wird dünner, die Atmung schneller

Ab Sunnegga 2262 m ü. M. (32,5 km) führte die Strecke rauf und runter inmitten eines herrlichen Alpenpanoramas, umgeben von 29 Viertausendern.

Höchste Konzentration wird bergab gefordert. Teilweise sind die Pfade nass und glitschig.

Letzter großer Verpflegungspunkt (39,7 km) auf der Riffelalp (2222 m). Hier spielte die Blasmusik nochmal richtig auf.

Der finale Schlussanstieg. Auf einer Strecke von knapp 2,5 Kilometern mussten 360 Höhenmeter überwunden werden! Hier läuft keiner mehr.

Erst auf den letzten 100 Metern geht es leicht bergab. Wer noch die nötige Kraft hatte, verfiel wieder in den Laufschritt bevor das Zielband auf dem Riffelberg (2285 m) erreicht wurde.Jetzt fiel auch das Atmen wieder leichter.

Über 1092 Bergläufer und 185 Staffelteams kämpften mit sich und dem Berg. Vom Start bis zum Ziel mussten 1944 Höhenmeter im Anstieg gemeistert werden, eine hochalpine Herausforderung die nur den hartgesottenen Bergläufern vorbehalten ist.

Im Zielzelt gab's Verpflegung, Medaille und Finisher-Funktionsshirt.

Markus genießt sein alkoholfreies Weizen und seine Bananen.

Kleiderbeutel abholen und duschen....

 

anschließend noch das "Zielleben" genießen.

Mit der überfüllten Gornergratbahn ging's wieder hinunter nach Zermatt.

So sehen Zermatt-Marathon-Finisher aus .....

Michael: 4:37.42 Std. 134. Gesamtplatz - 28. Platz AK M 45

111 Marathon- und Ultraläufe stecken bisher in meinen Beinen

Markus: 4:44.31 Std. 183. Gesamtplatz - 41. Platz AK M 45

Der Newcomer im Marathon-Berglauf.

Eine respektable Leistung!

Hermann 5:57.22 Std. 651. Gesamtplatz - 5. Platz AK M 65

Der Routinier lief seinen 60. Marathon.

Ein Lauferlebnis der Sonderklasse liegt hinter uns: Prost!

 

Hier geht's zum eigenen Bericht (KLICK)

Hier geht's zur Website Zermatt-Marathon