Brixen-Dolomiten-Marathon
"Es ist schon eine besondere Herausforderung ....."
Der neu ins Leben gerufene Brixen-Dolomiten-Marathon ist eine wirklich knallharte sportliche Herausforderung für jeden Bergläufer. Die Strecke führt von der Stadt auf den Berg, wobei rund 2 800 Höhenmeter zu überwinden sind. Bei der Premiere waren auch dabei:

Markus nimmt's noch recht entspannt, währendHermann schon mitten drin ist bei den Startvorbereitungen.
Auf dem Domplatz von Brixen (560 m ü. M.) erfolgte für die rund 240 Läuferinnen und Läufer der Startschuss unter bischöflichem Segen.
Von hier aus sah man auch schon das Ziel auf der Plose (2 450 m), den Brixener Hausberg. Der Start- Zielblick ist schon eine Besonderheit, die kein anderer Bergmarathon zu bieten hat. Bis dorthin musste aber noch ein langer Weg über die klassische Marathondistanz von 42,195 Kilometer zurückgelegt werden.
Zunächst ging es noch moderat durch die malerischen Gassen der ehemaligen Bischofsstadt, bevor die erste Hürde zu meistern war.
Über Köstlan und Maria im Sand galt es die ersten tausend Höhenmeter vornehmlich auf kleinen Sträßchen, Wald- und Wiesenwegen bis Afers (Kilometerpunkt 17,5) zu überwinden.
Dann ging es weiter auf asphaltierten Höfewegen und Forstwegen taleinwärts (Aferer Tal) bis hinauf zur Schatzerhütte (1 984 m), die nach 27 Kilometern erreicht wurde.

Laufen, schauen und genießen, eine traumhafte Kulisse für's Auge bot sich den Bergläufern: Der imposante Peitlerkofel (2875 m) und die Dolomiten beherrschten eindrucksvoll die Szene. Im Sommerdunst grüßt die Geisslergruppe mit ihrem höchsten Gipfel, dem Sass Rigais (3 025 m).
Wanderwege führten zur Bergstation Kreuztal (2 050 m) - Kilometerpunkt 33,5 - und weiter zur Ochsenalm (2 085 m), die die Extremsportler nach 39,5 Kilometern erreichten.
Nur
über alpine Steige war der höchste Punkt der Laufstrecke, der Telegraph
(2486 m), zu erklimmen. Dabei waren nochmal 400 Höhenmeter zu überwinden.
Die Lungenflügel der "Marathon-Alpinisten" hatten jetzt Schwerstarbeit
zu verrichten. Jetzt ist an Laufen nicht mehr zu denken. Nur mühsam kommt
man vorwärts.
Die
letzten paar hundert Meter führten dann sanft fallend zum Ziel an der Plosehütte
(2 447 m).
Im Ziel bot sich den Bergmarathonläufern ein grandioser 360-Grad-Rundblick:
Ötztaler-, Zillertaler- und Stubaier Alpen, Ortler-, Brenta-, Adamellogruppe
und die Berge des UNESCO Weltkulturerbes Dolomiten bieten ein einzigartiges
Panorama und lassen die Anstrengungen wieder schnell vergessen.
Der Unterschied zu anderen Bergmarathons ist, dass es beim Brixen-Dolomiten-Marathon schon nach wenigen Kilometern gleich zur Sache geht und mit gut 2300 Höhenmetern Anstiegsleistung und negative 500 Höhenmeter einiges mehr an Kraftausdauer gefordert wird.
Der Lokalmatador Hermann Achmüller, "die Strecke ist viel anspruchsvoller als erwartet", kam dennoch nach sagenhaften 3:37.04 Stunden als Erster ins Ziel. Der Brunecker Athlet ist Südtirols Aushängeschild in der Marathonszene mit einer Marathonbestzeit von 2:17 Stunden. Die Siegerin Irene Senfter kommt ebenfalls aus Südtirol und blieb mit der guten Zeit von 4:47.11 Stunden noch unter der Fünf-Stunden-Marke.
Das Trio aus der Kulmbacher Region konnte sich recht gut behaupten unter den Berglaufspezialisten. Der Kulmbacher Hermann Röder siegte mit der Zeit von 6:36.51 Stunden in der Altersklasse M 65.
Michael Kraus war nach 5:12.57 Stunden als 17. in seiner Altersklasse M 45 (59. Gesamt) im Ziel und der Neuenmarkter Markus Neumeister (78. Gesamt) belegte ebenfalls in der Altersklasse M 45 den 21. Platz mit der Zeit von 5:36.00 Stunden.
Ein großes Lob ernteten die Organisatoren, die an 15 Verpflegungspunkten
die Bergläufer mit Energiedrinks, Powergel, Riegeln und Obst optimal versorgten
und wegen der sommerlichen Temperaturen (35 Grad) zusätzliche Wasserstellen
einrichteten.
Die Kulmbacher Sportler waren schon vor einem Jahr erfolgreich beim Zermatt-Marathon, der von den Berglaufexperten als schwer eingestuft wird. Das Trio unisono: "Der Brixen-Dolomiten-Marathon ist nochmal eine Stufe schwerer zu bewerten, verdient aber trotzdem das Prädikat lohnenswert. "Er ist schon eine besondere Herausforderung".
Der Brunnen auf dem Domplatz von Brixen symbolisiert den Kreislauf eines Menschen
von der Geburt bis zum Tod.
Das Wasser ist das Element des Lebens,
Symbol für Bewegung.
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