Trail-Lauf in der Fränkischen Schweiz
durch Höhlen und bizarren Felsformationen
Das
Pendant des Fränkische Schweiz Marathon, der Anfang September stattfindet,
ist der Frankenweg-Lauf. Es ist der etwas andere Marathon, der in diesem Jahr
erst zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Hier führt die Strecke überwiegend
über Naturwege - Asphaltabschnitte sind eher die spärliche Ausnahme
- und verläuft als reiner Trail-Lauf im Herzen Frankens.
Bei dieser Veranstaltung konnten die exakt 200 Starter zwischen drei Streckenlängen
wählen: Langstrecke über 42 Kilometer, Mittelstrecke über 24
Kilometer und der 15-Kilometer-Kurzstrecke. Aber gleich vorneweg: Nach GPS-Daten
der Teilnehmer war der Marathon gut 44 Kilometer lang und die Mittelstrecke
hatte eine Distanz von 25 Kilometern aufzuweisen.
Startpunkt des Marathonlaufes war in Streitberg am Muschelquellenweg direkt am Waldrand. Vis-à-vis grüßt die Burgruine Neideck, das Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz. Über wurzelgeprägte Pfade führte die Strecke zur Oswald-Höhle. Ein Highlight nach etwa sieben Kilometern! In gebückter Haltung, die Höhe betrug nur 1,50 Meter, musste die 60 Meter lange Höhle durchlaufen werden. Für die Sicherheit der Läufer wurde die Höhle von der Feuerwehr ausgeleuchtet. Weiter ging es dann zum romantischen Felsengebirge der Riesenburg (Kilometerpunkt 13). Bevor es über Stufen sehr steil bergab geht, konnte man noch einen schwindelerregenden Tiefblick ins Wiesenttal genießen. Der Wiesent flussabwärts folgend vorbei an duftenden Wiesen wurde Behringersmühle nach 18 Kilometern erreicht. Hier war auch der Start der Mittelstrecke. Über einen Felssteig, den sogenannten Buttenweg, ging es steil bergauf nach Gößweinstein, vorbei an der Burg und Basilika wieder hinab ins Püttlachtal zum Felsendorf Tüchersfeld. Bis Pottenstein und Teufelshöhle und weiter bis zur Abzweigung ins Klumpertal wird eine atemberaubende Felslandschaft mit bizarren Formationen durchlaufen. Enge Felsdurchgänge mit kräftigen Anstiegen und steilen Bergabpassagen wechseln sich ab. Durch das romantische Klumpertal über die Anhöhe Kirchenbirkig wird bei der Burgruine Leienfels der höchste Punkt der Laufstrecke erreicht. Die letzten paar Hundert Meter geht's kräftig bergab ins Ziel in Obertrubach.
Die
vielen landschaftlichen Höhepunkte und der technisch sehr anspruchsvolle
Parcours mit knapp 2200 Höhenmetern war für das Quartett der LG Ludwigschorgast
ein schönes Lauferlebnis. Zudem konnten sich die Trail-Läufer über
hervorragende Platzierungen freuen:
Michael Kraus (Zweiter von rechts) kam als Gesamtzweiter und Altersklassensieger
(M 45) nach 3:57.35 Stunden der Langstrecke ins Ziel. Über die Mittelstrecke
lief Tochter Corinna (links daneben) als Gesamtvierte und Altersklassensiegerin
(W 20) in 2:39.15 Stunden und Hermann Röder (rechts), ebenfalls Altersklassensieger
M 65, nach 2:39.09 Stunden über die Ziellinie. Edelbert Beck (links) belegte
mit der Zeit von 2:57.33 Stunden den beachtlichen 5. Platz in der Altersklasse
M 50.
Unser Athleten in Aktion: