Der 75-jährige Ludwig Amarell war der Star der Veranstaltung
Matthias Flade (TV Münchberg / New Balance) und Tina Schneider (LG Sieg) sind die Sieger / SGB Stadtsteinach sichert sich zum dritten Mal in Folge den Edelherb-Cup
Gute äußere Bedingungen herrschten bei der 24. Auflage des Frankenwaldlaufes um den Preis der Kulmbacher Brauerei. Insgesamt 82 Ausdauersportler nahmen an den verschiedenen Wettbewerben teil. Zum "Star" der Veranstaltung avancierte der 75-jährige Ludwig Amarell aus Thüringen, der mit einer höchst respektablen Leistung glänzte.

Bei
sonnigem, aber kühlem Herbstwetter schickte Schirmherrin Bürgermeisterin
Doris Leithner-Bisani am Ludwigschorgaster Marktplatz die Athleten auf die anspruchsvolle
knapp zwölf Kilometer lange Strecke. Entlang des Steilabfalls des Frankenwaldes
führte der Par-cours nach Wirsberg, wo schon einige kleinere Anstiege nach
kurzer Zeit die Läufer auf Betriebstemperatur brachten. Das Herzstück
der Strecke begann in der Goldenen Adlerhütte (Ki-ometerpunkt 5,5): Es
folgte ein längerer Anstieg hinauf nach Neufang über gut einen Kilometer.
Nachdem die Ruine Heilingskirche (Kilometerpunkt 7) passiert wurde, konnten
die Athleten die "Sau rauslassen". Im gemächlichen Gefälle
- nur ein kurzer Gegenanstieg musste noch überwunden werden - ging es zurück
zum Ziel am Ludwigschorgaster Marktbrunnen.
Der
31-jährige Matthias Flade (TV Münchberg / New Balance Team) lief ein
einsames Rennen an der Spitze. Mit über vier Minuten Vorsprung überquerte
der Lehrer aus Stegaurach in der sehr guten Laufzeit von 40:57 Minuten die Ziellinie.
Florian Reuschel (GEALAN Tri-Team IfL Hof) folgte auf den 2. Platz (45:05 Minuten)
und nur vier Sekunden dahinter kam Silvester Kohlmann (ASC Kronach-Frankenwald)
ins Ziel. Für den schnellsten Läufer aus der Region, Peter Pachner
(ATS Kulmbach / 1. Platz MJB), wurden gute 47:27 Minuten gestoppt und er belegte
den achtbaren 7. Rang im Gesamtklassement.
Auch
im Damenwettbewerb führte Tina Schneider (LG Sieg) unangefochten die Spitze
an. Mit der starken Laufzeit von 4
9:18
Minuten - die 50-Minuten-Marke wurde bisher nur zwei Mal von Frauen unterboten
- erreichte die 20-jährige Studentin aus Rheinland-Pfalz das Ziel. Ein
ordentliches Rennen lieferte auch die Zweitplatzierte Nadja Linder (Team Icehouse)
aus Kulmbach mit der Zeit von 51:23 Minuten (1. Platz Altersklasse W 30), gefolgt
von ihrer Vereinskollegin Jennifer Alpmann (52:59 Minuten).
Fast schon phänomenal ist die Leistung des ältesten Teilnehmers Ludwig
Amarell (75 Jahre) aus dem thüringschen Hinternah. Mit der Klassezeit von
59:11 Minuten blieb der "gelernte Skilangläufer" noch deutlich
unter der Stundengrenze und erhielt von allen Seiten allerhöchste Anerkennung.
Nachdem
die Herren der SGB Stadtsteinach in der Besetzung Bernd Schenkendorf, Thomas
Suppe und Markus Neumeister zum dritten Mal in Folge den Edelherb-Cup gewann,
darf das Team nun endgültig das Holzfass behalten. Im Damenwettbewerb sicherte
sich zum zweiten Mal das Team Icehouse mit Nadja Lindner, Jennifer Alpmann und
Elke Schwarzmann den Frankenwald-Cup.
Bei der Siegerehrung im Gasthof Schicker zeigte sich Bürgermeisterin Doris
Leithner-Bisani sehr beeindruckt von den durchwegs guten Laufzeiten. Außerdem
dankte sie Cheforganisator Michael Kraus für die wiederum gute Organisation
und überreichte eine Geldspende. Birgit Reichardt von der Kulmbacher Brauerei
zollte ebenfalls den Ausdauersportlern großen Respekt und übergab
schöne Sachpreise von der Kulmbacher Brauerei an die Sieger.
LG-Vorsitzender Michael Kraus bedankte sich bei allen Sponsoren und Helfern,
insbesondere bei Wettkampfarzt Dr. Thomas Heinl, der Sanitätskolonne Kupferberg
und bei der Feuerwehr Ludwigschorgast für die gute Unterstützung.

"Hahn im Korb" - Ludwig Amarell
wird von Schirmherrin Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani (rechts) und Birgit Reichardt (links) vom Hauptsponsor Kulmbacher Brauerei beglückwünscht.

Die
glücklichen Sieger des 24. Frankenwaldlaufes um den Preis der Kulmbacher
Brauerei mit Schirmherrin Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani (zweite
stehend von rechts), Cheforganisator Michael Kraus (rechts daneben) und Birgit
Reichardt (sechste von links) von der Kulmbacher Brauerei.